Der Reiseblog von Käthe und Frank

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Südliches Thailand – Ko Samui & Phuket

Kaum auf Ko Samui angekommen, macht sich gleich soetwas wie Paradiesgefühl breit bei uns…

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Jep! Dieses Gefühl das man jedes mal hat, wenn man im Winter an einem Reisebüro vorbeigeht mit Bildern von Palmen gesäumten Stränden, türkis-blauem Wasser und blauem Himmel… da ist es wieder! Und wir mitten drin 😊

…Adam und Eva 😃

Wie (fast) immer in Asien klappt alles reibungslos: Wir werden sofort nach verlassen der Fähre von unserem Fahrer eingesammelt und schnurstracks zu unserem Hotel gefahren. Dort angekommen, bestätigt sich unser Paradiesgefühl.

Unsere Sonnenterasse

Unsere Unterkunft ist sehr liebevoll hergerichtet und direkt an einer tollen Bucht gelegen… quasi dort wo die Reisebürobilder gemacht wurden 😃.

Wir sind sofort begeistert.

Qual der Wahl: Pool oder Strand… Beides!

Auf zu neuen Erfahrungen

…um ehrlich zu sein: das war auch schon was es von uns über Ko Samui zu berichten gibt. 😬 Wir Erliegen diesem paradiesischen Ambiente und machen: Nix! 

Hier, mit ein wenig Abstand, merken wir wie sich die letzten Wochen doch bemerkbar machen. Das recht nervenaufreibende Finale in Darwin, die Citytrips durchs heiße Singapur und quirlige Bangkok… alles für sich genommen, tolle und aufregende Erlebnisse, so toll und so aufregend das wir garnicht bemerkt haben wie gut ein paar Tage Nichtstun sind. 

Unser Bungalow

 

Wir genießen die Tage… in der Hängematte, am Strand, im Wasser, in der Hängematte, im Wasser, im Liegestuhl… nebenbei schreiben wir den Blog, lesen oder hängen unseren Gedanken über das Erlebte nach… und über das was kommen mag. Einer dieser Gedanken (von Käthe zumindest) dreht sich dabei mal wieder ums meditieren…

What? Meditieren?

Genau! Käthe spielt eigentlich schon recht lange mit diesem Gedanken. Und sinnvoll ist es allemal, wir werden vielleicht nie wieder so viel Zeit haben es mal auszuprobieren. Frank dagegen tut sich mit dem Gedanken sehr schwer, denn so spirituellem Hokuspokus kann er überhaupt nichts abgewinnen… zumal die Kurse alles andere als einladend klingen:

14 Tage in der Anlage eingesperrt, sprechen ist verboten, Handys und alle elektronischen Geräte müssen abgegeben werden, kein Kontakt zur Aussenwelt, Männer und Frauen sind getrennt, es wird bis auf essen, 2 mal am Tag (natürlich nur vegetarisch) und schlafen den ganzen Tag meditiert… bis zu 10 Stunden am Tag, ab 5 Uhr morgens…

…also ehrlich, da klingt ne Darmspülung verlockender!

Das ist dann doch ein wenig zu viel des Guten, dass muss dann auch Käthe einsehen. Google erzählt uns dann von einem 5-Tageskurs, bei dem es auch nicht ganz so strickt zugeht. Frank muss auch nicht alleine bleiben, er darf bei Käthe schlafen 😜…jetzt ist er zwar immer noch ein wenig skeptisch, aber 5 Tage kann man überleben, falls es nichts für ihn ist. 

Ok, also buchen wir.

Zusammen mit der Buchung gibt es noch 2 Bücher als Literaturempfehlung die Käthe, ganz Streber, natürlich gleich kauft. Und so verbringen wir die Tage auf Ko Samui auch damit, uns schon mal spirituell warm zu laufen. 

„Sightseeing“ mal anders

Von Ko Samui selber sehen wir, wie schon erwähnt, nicht all zu viel. Wir verlassen die Anlage eigentlich nur zum Essen, haben es aber zum nächsten Restaurant auch nicht sehr weit.  Jeden Abend gibt es ein neues fabelhaftes Curry. An einem Tag nehmen wir uns mal ein Kanu vom Hotel (nach 2 Tagen hinauszögern) und paddeln ein wenig in der Bucht umher… besonders groß ist unsere Motivation nicht… Der Ausflug dient eher der Beruhigung unseres Gewissens „mal wenigstens irgendwas unternommen zu haben“. 🙄 

2 Tage später „erkunden“ wir ähnlich stark motiviert die „Gegend“ zu Fuß… wir schaffen es gerade mal bis zur nächsten Bucht…

Dann zieht dummerweise ein fieses Gewitter auf und wir retten uns ins nächstgelegene Restaurant. 

Gerade nochmal Glück gehabt und trocken geblieben.

Nach dieser ganzen Aufregeung und dem guten Essen machen sich die „Anstregungen“ des Tages auch bemerkbar und wir müssen wirklich sehr schnell schlafen gehen 😃.

Passend zur Stimmung: paradiesischer Sonnenuntergang

Tja, jeder Beamte wird es bestätigen können: so gehen 5 Tage dahin wie im Flug und der Tag der Weiterreise nach Phuket kommt überraschend schnell. 

Auf nach Phuket.

Wir werden wieder sehr pünktlich und gut organisiert vom Hotel eingesammelt, setzen diesmal mit einer moderneren Fähre zum Festland über und werden völlig problemlos mit dem Bus nach Phuket gefahren. Dabei reißt die Kühlkette nicht einmal ab… super Sache! Wir reden es uns positiv: während man eingefroren ist, altert man ja bekanntermaßen nicht… jetzt wissen wir, wie sich holländische Tomaten auf dem Weg nach Deutschland fühlen. 


Hier nochmal die 3 Etappen unserer bisherigen Thailandrundreise:

1. Bangkok – Surathani,

2. Surathani – Ko Samui,

3. Ko Samui – Phuket.

 

 

 

 

 

Wie Fahrrad fahren

Zusammen mit dem Meditationskurs haben wir uns auch gleich 6 Tage in dem Hotel eingebucht(et) in dem der Kurs stattfindet. War kein Muss, fanden wir aber dann doch ganz praktisch… Außerdem hatte das Hotel auch recht hohe Bewertungen (gleiches gilt für den Preis 😬) und liegt etwas abgelegen in einer ruhigen Ecke dieser trubeligen Touristeninsel und eignet sich deshalb gut für diese Kurse. 

Da wir einen Tag eher angereist sind, nutzen wir den Abend noch um in der Gegend essen zu gehen. 
Wir merken, dass wir beide sehr ruhig sind, wir sprechen kaum… jeder von uns ist voller Erwartungen auf das was kommt, zu neu und unbekannt ist das was auf uns wartet. Zu wenig greifbar ist das was wir über Meditation gelesen haben… ein wenig wie Fahrrad fahren, man weiß nicht so recht ob und wie es funktioniert auf 2 Rädern zu fahren ohne umzufallen, bis man es gelernt hat und kann…

 

Besonders Frank macht sich viele Gedanken… er weiß um sein eher ruheloses und unruhiges Naturell… mehr als 1 Stunde Nichtstun wird zur Qual. Wie soll es dann werden sich 1-2 Stunden nur mit sich selbst zu beschäftigen? In sich zu gehen? Sich seinen Gedanken bewusst werden? Inneren Frieden und innere Ausgeglichenheit finden?

Jetzt wird es spirituell.

Um eines Vorweg zu nehmen: keine der Befürchtungen bewahrheiten sich! Es funktioniert vom Fleck weg recht gut. Sich mit sich selbst auseinanderzusetzen kann im Kontext der Mediation tatsächlich eine recht zeitfüllende Aufgabe sein.

Am ersten Tag gibt es als erstes zusammen mit unserem Lehrer Tobi ein kleines Kennenlernen der Kursteilnehmer. Insgesamt sind wir 5 bunt gemischte Teilnehmer, neben uns beiden, 2 Mädels, eine Amerikanerin eine Kanaderin und 1 weiterer Junger Mann aus England. Unser Lehrer Tobi selbst, ist überraschenderweise auch deutscher 😊.

Alle Tage folgen dem gleichen Ablauf: Treffen morgens um 6 Uhr für eine Meditation an tollen Orten auf der Insel. Danach 1 Stunde „Unterricht“ in Sachen Meditation und Einstellung zu selbiger. Dann zurück zum Frühstück, der Vormittag zur freien Verfügung (zum meditieren oder Sport), Mittag, meditieren, Yoga, meditieren und noch ein wenig Unterricht, bevor es Abendessen gibt. Der Abend ist zur freien Verfügung… da wir Kursteilnehmer uns aber auf Anhieb recht gut miteinander verstehen, sitzen wir nach dem Abendessen meist noch recht lange zusammen um zu quatschen und uns über die Meditationserfahrungen auszutauschen. Das ist wirklich sehr unterhaltsam. 

Mit dem was wir hier erleben und lernen könnten wir wahrscheinlich den ganzen Blog nochmal füllen, deswegen machen wir es kurz: Unser Lehrer macht seine Sache wirklich toll und führt uns wirklich sehr gut an das Thema heran. Nicht so spirituell, wie es zu erwarten wäre, dafür sehr sachlich und anwendungsorientiert. So bekommt er auch den Oberskeptiker Frank nach der ersten Stunde gleich überzeugt. 

Es ist eine ganz tolle Erfahrung. Wir sind wirklich froh es ausprobiert zu haben und empfinden diese 5 Tage und das Gelernte als tolle neue Bereicherung in unserem Leben. Selbst Frank ist am Ende vorbehaltlos begeistert. 



Übung macht den Meister

Wer jetzt denkt, man könne nach 5 Tagen meditieren irrt sich allerdings. Diese 5 Tage sind  lediglich eine Einführung in das Handwerkszeug des meditieren. Danach heißt es wie immer im Leben: üben, üben, üben… nur so kommt man Schritt für Schritt dem eigentlichen meditieren näher. Dazu gehören natürlich auch der eine oder andere Frust-Moment 😬.

Wir bleiben nach dem Kurs noch einen Tag länger im Hotel und lassen das Erlernte der letzten 5 Tage noch auf uns wirken. Wir behalten auch den Tagesablauf des Kurses bei und üben uns fleißig im meditieren. Unser Plan für den Rest der Reise: wir stehen jetzt die nächste Zeit immer morgens um 6 auf und starten mit der ersten Meditation in den Tag… Hahahaha… genau! Und wenn wir damit fertig sind, sorgen wir für Weltfrieden… 😃. Hach, was hat man doch manchmal für eifrige Vorsätze.

Nebenbei bereiten wir uns auf unsere nächste Station unserer Thailandrundreise vor: die Phi Phi Inseln. Nachdem wir auch von Phuket (außer morgens) nur uns und das Hotel von innen gesehen haben, wollen wir auf Phi Phi Don, der größten der Phi Phi Inseln nochmal alle Register ziehen und uns von der Insel- und Unterwasserwelt Thailands faszinieren lassen. Und wo eignet sich das besser als dort wo der Film „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio gedreht wurde? Außerdem eignet sich der 4 Tägige Aufenthalt dort wunderbar um unseren tollen neuen Mediationsplan umzusetzen… früh aufstehen und so… 😃

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1 Kommentar

  1. Mayo Petersburg 7. September 2017

    Da sind ja endlich Käthes Füße:)

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