Der Reiseblog von Käthe und Frank

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Der Osten der Südinsel

Little River & Akaroa

Die erste Nacht im Zelt! 

Zugegeben, viel Schlaf haben wir nicht bekommen… war es doch zu aufregend. Viele neue Eindrücke, andere Temperaturen (Nachts wird es hier richtig kalt… 10 Grad!!!), Heuschnupfen und viele neue (Tier-)Geräusche nachts… kurzum, als wir morgens wach wurden, hatten wir das Gefühl nicht eine Minute geschlafen zu haben. An das Schlafen im Zelt werden wir uns also noch etwas gewöhnen müssen. Dafür haben wir richtig Glück mit dem Zeltplatz. Wunderschön gelegen, in mitten einer kleinen Hügelkette mit einem kleinen Fluss (Little River) mittendurch. Außerdem ist unser Zelt richtig klasse und wir sind sehr zufrieden mit unserem Equipment. 

 

Unser Zelt ?

 

Als wir am ersten Tag den Campingplatz erkunden stellen wir fest, dass er auch ein kleiner Abenteuerspielplatz ist mit einer Riesenschaukel, einer improvisierten Wasserrutsche und einer großen Filmkulisse für einen Film der 2016 dort gedreht wurde. Als die Sonne rauskommt, können wir uns nicht zurückhalten, werden nochmal 10 Jahre alt und jagen die grosse Wasserrutsche herunter… was für ein Spass!

Hier gibt’s ein kleines Video dazu: 

Summer Slide I

 

Riesenschaukel

 

Auch hier werden wir weiter vom Wetter verwöhnt. Die Sonne strahlt und wir machen am ersten Tag eine schöne Sightseeingtour nach Akaroa. Auf dem Weg dahin fahren wir eine landschaftlich sehr sehenswerte Route über die Berge und genießen einen grandiosen Blick über die Bucht und das französisch angehauchte Städtchen Akaroa. Französische Siedler landeten hier vor 200 Jahren und wurden ansässig. …man kann es ihnen nicht verdenken, ist es doch wirklich wunderschön hier. Deswegeb nehmen wir uns hier ein bisschen Zeit, picknicken mit unserem Campingeequipment und schmieden Pläne für die nächsten Wochen und Tage auf der Südinsel. Am Strand entdecken wir sogar ganz nah einen riesigen Stachelrochen, der plötzlich auftaucht. Das mit dem Baden hatte sich ganz schnell erledigt 🙂 

Die Fängerin im Roggen

 

Da auch die nächsten Tage die Sonne kräftig lacht, leihen wir uns Fahrräder aus und fahren entlang einer alten Eisenbahnstrecke die früher Akaroa mit Christchurch verbunden hat. Vorbei an einer tollen Landschaft mit kleinen Seen und einer Aussichtsplattform von der aus man alle möglichen Seevögel beobachten kann. Insgesamt 46km hin und zurück! Als wäre das nicht genug, haben wir auf dem Rückweg so starken Gegenwind, dass wir uns nur noch mit minimaler Geschwindigkeit fortbewegen und uns der Weg unendlich lang vorkommt! Katharina haut es an einer glitschigen Brücke kurz um, jedoch ohne größere Blessuren außer ein paar blauen Flecken.

Da hatten wir noch Rückenwind ?

 

Kaikoura

Nachdem wir Little River und Akaroa nun zu Fuß, per Fahrrad und Auto erkundet haben, geht es nun weiter nach Kaikoura. Der Ort ist in Neuseeland sehr bekannt für seine Wal- und Delfinbeobachtungstouren. Hier tummeln sich viele Meerestiere besonders gerne, da sich im Pazifik unweit vom Strand eine bis zu 1600m tiefe Schlucht auftut. Ein wahres Paradies also für Robben, Delfine und Wale. Unser Campingplatz ist diesmal nicht so der Hit. Wenigstens hat er Duschen und Toiletten… wie schnell die Ansprüche doch  sinken 🙂 Die Nächte sind weiterhin noch nicht sehr schlafreich… wir arbeiten dran 🙂 
Kaikoura hat, ähnlich wie Christchurch, sehr unter dem starken Erdbeben letztes Jahr gelitten. Es wirkt heute noch, als hätte das Erdbeben einige Existenzen gekostet, es gibt sehr viele leerstehende Hotels und Geschäfte. 

Dennoch ist die Landschaft und der Ort wahnsinnig schön. Wir machen eine tolle Wanderung und können Robben und ihre Babys in ihrer natürlichen Umgebung beobachten und wir gönnen uns ein kulinarisches Highlight! Am Straßenrand steht ein weltberühmter Food-Truck in dem frische Langusten gegrillt werden. Die Fischer kommen alle paar Stunden vorbei und bringen ihren frischen Fang, den man sich dann aus der Tiefkühltruhe aussuchen kann. Es sieht köstlich aus und schmeckt sensationell.

 

Tags darauf buchen wir uns auf eine Delfinbeobachtungstour. Und was soll man sagen? …es ist grandios! Wir können zwei Herden Delfine sehen, mit ca. jeweils 100 Tieren! So schöne, aufgeweckte und quicklebendige Tiere, die mit unserem Boot um die Wette schwimmen. Jungtiere üben ihre Saltos und einige Delfine sind richtig neugierig auf uns und unser Boot. Einfach nur toll! 3 Stunden können wir den Ausblick in strahlendem Sonnenschein genießen. Ein atemberaubendes und unvergessliches Erlebnis. Mit einer Schale Müsli in der Hand lassen wir am Strand unsere Zeit in Kaikoura ausklingen und blicken sehnsüchtig auf den türkisen Pazifik. Diesen Tag müssen wir erstmal sacken lassen!

...ohne Worte

 

Timora

Irgendwann begeben wir uns wieder ins Auto und fahren wieder südlich, vorbei an Christchurch, Richtung Timora. Unser Ziel ist ein „Umsonstcampingplatz“ am Lake Ellesmere der unser Budget schonen soll. Leider werden wir, was unsere Nächte anbetrifft, vom Pech verfolgt. Hier sind es dröhnende Bässe und starker Wind die uns vom Schlafen abhalten.

In Timora selbst freuen wir uns über einen recht guten Campingplatz mit Duschen und Waschmaschine… jedoch haben wir die Rechnung ohne die Bahnstrecke 20m hinter unserem Zelt und hunderte kleine Minispinnen gemacht, die in Windeseile unser Zelt in eine Spinnenfestung verwandeln. Na, läuft doch super alles oder?! …so langsam wäre eine ruhige Nacht mal nicht schlecht.

Katharinas Führerschein hat dann nach 10 Tagen tatsächlich auf die Nordinsel erreicht.  Mal schauen, wann er endlich Christchurch ankommt. 

Wir fahren indes weiter in den aktuell völlig verregneten Süden und Westen, Richtung Dunedin und Invercargill… mal schauen wie campen bei schlechtem Wetter so läuft :-/

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3 Kommentare

  1. Karo 17. Februar 2017

    Wie geil ist das Video mit der Wasserrutsche *.* yeeeey der letzte Beitrag gefällt mir am besten SONNE,MEER,NATUR, SPAß, BEWEGUNG ich bin super neidisch :-* kussi

  2. Gerd 11. Februar 2017

    Hey Ihr,

    das war ja schon ein Schreckmoment mit Kata’s Fahrrad-Crash – aber es
    ging ja Gott sei Dank glimpflich ab. Bei Eurem Schlafdefizit kann es halt schon mal zu leichten Konzentrationsstörungen kommen.
    Ich denke, das kann mal alles mit „is nu mal so“ wegstecken.
    Eure Beschreibungen und Bilder vermitteln jedenfalls den Eindruck, dass die schönen Eindrücke und Erlebnisse deutlich überwiegen – und das wünsche
    ich Euch auch weiterhin.

    Ach übrigens – ich habe Euch gar nicht bei der Wal-Rettungsaktion in der Golden Bay im Fernsehen gesehen – das kann doch „gar nicht so weit weg sein“ ! Doch Spaß beiseite – das ist schon eine schlimme Geschichte.

    Ich drücke Euch ganz fest die Daumen, dass Eure Reise zumindest
    annähernd so weiter geht, wie Ihr Euch das vorgestellt habt.

    Ganz liebe Grüße und toi. toi, toi – passt gut auf Euch auf.

    Gerd

  3. Andreas 9. Februar 2017

    Unglaublich, unfassbar, unwirklich?
    Was für wunderschöne Erlebnisse Ihr doch habt
    Wir haben Euren Bericht wieder mit großer Begeisterung und Bewunderung gelesen. Wir sind auch sehr froh, dass es Euch gut geht, bis auf kleinere Blessuren.
    Passt weiter gut auf Euch auf und bleibt weiterhin gesund.

    Grüße aus der Heimat
    Mum & Dad

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