Der Reiseblog von Käthe und Frank

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Fitness & Reisen

Die körperliche Fitness ist neben der gesunden Ernährung eine super wichtige Angelegenheit auf einer Weltreise wie wir gemerkt haben. Du kannst nicht einfach so in Neuseeland auf Vulkane klettern, bei Hitze durch den australischen Busch wandern oder stundenlanges City Sightseeing machen ohne regelmäßig etwas für dich und deinen Körper zu tun. Es ist nun einmal so, dass du die schönsten Aussichten von Bergen oder Klippen hast. Auf die musst du erstmal raufklettern…Du siehst am meißten, wenn du viel läufst und Gegenden zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundest. Auch auf dem Surfbrett gelingen einem die ersten Wellenritte wesentlich besser wenn man schon mal ein paar Liegestütze gemacht hat in den Monaten zuvor. 

Bevor wir auf Weltreise gegangen sind, haben wir bereits viel Sport gemacht und uns versucht auf die Weltreise vorzubereiten. Denn wir wussten, dass wir in die Natur wollten und uns das viel Energie kosten würde. Spätestens unser Trip nach Hawai und unsere dortigen Wanderungen haben uns bewusst gemacht, dass die Natur dort am schönsten ist, wo sich am wenigsten Menschen aufhalten. Und wo halten sich am wenigsten Menschen auf?! Dort wo man am schwierigsten hinkommt ;-)!

Häufig werden wir nun aber gefragt, wie wir das auf der Weltreise eigentlich hinbekommen, regelmäßig Sport zu machen?! Nun bekommt ihr alle Infos! Nie wieder wirst du so viel Gelegenheit haben so viele unterschiedliche Sportarten auszuprobieren wie auf Weltreise! Anderer Ort, andere Bedingungen, anderer Sport!

Fitness Start in Neuseeland

Neuseeland ist ein Abenteuerland. Es gibt hier unglaublich viele Möglichkeiten Action und Natur zu erleben. Aber eine Sache wird hier ganz ganz groß geschrieben und das ist Wandern! Das heisst pack deine Wanderschuhe oder sonstige Turnschuhe ein und begebe dich auf Wanderungen mit unterschiedlichsten Fitnessleveln und Höhenmetern. Wir haben uns auf Tagestouren begrenzt aber wenn du richtig gut drauf bist kannst du dich auch Mehrtagestouren heranwagen. Hier campst du dann unterwegs in Hütten. In Neuseeland sind die Hütten häufig ausgebucht und du musst dir einen Schlafplatz lange im Voraus reservieren. Informiere dich also unbedingt vorher welchen Track du wandern möchtest und ob du Hütten im Voraus buchen musst. 

Couchpotatoe bzw. „Car-potatoe“ in Australien

Oh mein Gott in Australien fährt man so viel Auto, dass es einen wahnsinnig machen kann. Nach stundenlangem Fahren schmerzt dein Rücken und dir tut dein Hintern weh! Es ist also unbedingt notwendig etwas für den Rücken zu tun und an der Ausdauer zu arbeiten, denn sonst geht dir deine ganze Kondition in null Komma nichts flöten. 

Die Australier denken aber richtig gut mit und sind ein sehr sportliches Volk. Deswegen findest du in fast jeder größeren Stadt ein öffentliches Schwimmbad oder Rockpools (in den Fels gehauene Meeresschwimmbäder). Diese sind sogar häufig umsonst oder kosten nur ein paar Dollar Eintritt. Du kannst also ohne Ende schwimmen in Australien ohne viel Geld zu bezahlen! Eine Schwimmbrille gehört mittlerweile zu unseren wichtigsten Reiseutensilien, denn Schwimmbäder gibt es überall. 

In Australien kann man aber auch super wandern und es gibt einige wunderschöne Küstentracks. Du kannst also wunderbar darauf achten täglich einige Kilometer zu laufen. 

Um dir bei den Kraft- und Fitnessübungen zu helfen spendiert dir Australien sogar öffentliche Fitnessgeräte! Häufig an öffentlichen Parks oder an Stränden gelegen findest du diese Gerätezirkel und sie stehen zu deiner freien Verfügung! Übrigens eines unserer Fitness Basics im Kofferraum war ein Springseil! Klein, aber oho :-)!

Sonst ist Australien natürlich sehr bekannt für alle möglichen anderen Wassersportarten, wie Surfen, Stand-up Paddling, Schnorcheln und Tauchen. Und das ist alles Sport, cool oder?!

Möglichkeiten ohne viel Equipment (einfache Matte reicht aus)

Wie ist es nun aber, wenn ich kaum Equipment habe (Bsp. Surfbrett), eigentlich nichts ausgeben möchte und trotzdem ein bisschen was für mich tun möchte? 

Dann gibt es ein paar coole Apps die dir unterwegs helfen können! Zum Beispiel gibt es da die „7 Minuten Fitness App“. Sie erinnert dich sogar daran am Tag 7 Minuten ein paar einfache Übungen zu machen. Du kannst die Übungen auf deinem Smartphone verfolgen. Die App ist kostenlos und wenn du dran bleibst bekommst du regelmäßig neue Übungen freigeschaltet. Du kannst aber natürlich auch Übungen und Trainingspläne dazu kaufen.

Wenn du etwas für deinen Rücken oder die Entspannung nach einem langen Autotag machen möchtest können wir dir die „iYoga plus App“ nur empfehlen. Für ein paar Euro kannst du dir ganze Yoga Sessions runterladen. Die Übungen sind sehr gut angeleitet und die Stimme ist wirklich sehr angenehm. 

Sollte dir das Angbot irgendwann nicht mehr reichen oder solltest du Yoga Fan geworden sein gibt es „Yoga easy“ eine tolle App mit Monatsabo. Hier kannst du sogar verschiedene Yogastile erlernen und deine Übungen um ein großes Maß erweitern. Diese App ist leider nicht ganz günstig, aber wertvoll, wenn man gerne Yoga macht. 

Der innere Schweinehund

Ja, es ist schwer sich immer wieder zu überwinden! Wir können dir nur raten zu versuchen gar nicht erst in den Zustand der Lethargie zu kommen. Versuch jeden Tag irgendwas zu machen. Und wenn es nur spazieren gehen ist. Bleib aktiv! Führe dir immer wieder vor Augen, dass du wahrscheinlich nie wieder in deinem Leben so viel Zeit haben wirst, um in so einer Ruhe und an solch wunderschönen Orten, an deiner körperlichen Gesundheit und Fitness zu arbeiten. Du hast unwahrscheinliches Glück! 

Wenn du dann erstmal dabei bist, wirst du merken wie gut du dich fühlst. Wenn du dann den Berg erklimmst ohne dass du völlig am Ende oben die Aussicht nicht mehr genießen kannst, wirst du dich umso mehr freuen! Außerdem sind die Erfolge beim Reisen so viel offensichtlicher und die Mühen sind so viel lohnenswerter! Du steigst keine Treppen im Fitnessstudio oder läufst bergauf auf einem Laufband. Sondern du besteigst einen Berg! Und wenn du oben ankommst, genießt du eine grandiose Aussicht! Was bitte könnte lohnenswerter sein?!

Hindernisse auf Reisen überwinden

Okay, du sagst jetzt, ja das klingt ja alles ganz gut, aaaaber…?! 

….wie ist das mit dem Duschen? 

Wenn man auf einem Roadtrip ist, hat man nicht immer eine Dusche. Diesen Umstand kennen wir leider nur all zu gut. Dafür hat die ausgefuchste Camping Industrie aber die „Solardusche“ erfunden! Ein geiles Teil! Mit 19l können 2 Personen prima duschen, sogar mit Haare & Conditioner! Wasserhähne gibt es überall.

Als Alternative gibt es da natürlich noch öffentliche Duschen an den Stränden, Schwimmbädern oder einfach Bäche, Seen und Flüsse! Hat früher doch auch gereicht ;-).

….wie ist das mit dem Equipment?

Uns haben drei Dinge gereicht, eine ganz leichte Isomatte für umgerechnet 6 €. Die kann man außen am Rucksack befestigen. Die zweite Sache ist die Schwimmbrille. Zu guter Letzt die Wanderschuhe oder Turnschuhe. Alles andere kannst du in der Umgebung oder in der Natur finden. 10l Wasserkanister eignen sich prima als Gewichte ;-).

…wie ist das mit der Musik?

Irgendwann haben wir uns dafür entschieden ein Bluetooth Set Kopfhörer zu kaufen mit denen man sogar schwimmen gehen kann. Richtig coole Sache, aber so etwas muss natürlich nicht sein. Du kannst auch prima mit normalen Kopfhörern starten.

…wie ist das mit meinem Unwohlsein in der Öffentlichkeit?

Das können wir voll und ganz verstehen. Am Anfang fühlt man sich komisch, wenn man irgendwo am Strand oder auf der Wiese seine Yoga Matte ausrollt. Sogar auf dem Campingplatz haben wir uns am Anfang unwohl und beobachtet gefühlt. 

Aber sind wir doch mal ehrlich, die meißten Menschen die dich beobachten bewundern deine Motivation und sind vielleicht ein bisschen neidisch, dass sie sich selbst nicht überwinden können. Selbst unangenehme Kommentare basieren doch meißtens eher darauf, dass jemand neidisch ist. Die anderen Menschen interessiert es gar nicht was du da tust ;-). Also, wenn du nicht völligen Unsinn machst (wie bei der prallen australischen Mittagshitze Oberkörper frei am Strand zu joggen) und dir einen ruhigen etwas abgelegenen Ort suchst für deine Yoga Übungen ist alles wunderbar und wer weiß vielleicht findest du ja sogar ein paar sportliche Mitstreiter :-). 

Meditation & Yoga in Bali und Thailand

Als nächstes steht für uns Meditation & Yoga in Thailand auf dem Programm. Auf Bali haben wir schon einmal die Meditations Luft geschnuppert. Wir haben bereits einen geeigneten Ort auf Ko Samui gefunden und wollen uns dort mal länger der Meditationskunst widmen. Aber vielleicht hast du ja bereits Erfahrungen gesammelt und hast gute Tipps für uns? Immer nur her damit, wir freuen uns!

Wie hältst du dich fit unterwegs und welche Hindernisse kennst du? Schreib uns gerne einen Kommentar!

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