Der Reiseblog von Käthe und Frank

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The Beach

Mal wieder geht es per Fähre auf zur nächsten Insel und ähnlich wie auf Ko Samui ist die Ankunft absolut sehenswert. Nicht so klassisch paradiesisch wie auf Ko Samui, aber aufgrund von rauen Felsen und Klippen entlang der Insel und dem ebenfalls türkisblauen Wasser, nicht weniger spektakulär. 

Weniger spektakulär ist dafür unsere Unterkunft 🙈. Sind wir seit Bangkok durchgängig auf hohem Niveau verwöhnt worden, ist der Standard auf Phi Phi wieder ein wenig niedriger… zwar haben die uhrigen Baumhütten einen gigantischen Ausblick auf die Bucht von Phi Phi Island und liegen mitten in der Natur, also mitten im Urwald der Insel, allerdings braucht es ein wenig um sich einzugewöhnen. 

 

Dank der wirklich unglaublich netten Eigentümer, die uns wie ein Teil ihrer Familie behandeln, fühlen wir uns dann aber doch recht schnell wohl. Lediglich die ultra harten Betten, das zu kleine Mückennetz, die ekelig riechenden Kissen und der Schall der Partymeile im Ort rauben uns jegliche Hoffnung auf Schlaf…

Wir verschieben das meditieren auf 11 Uhr am Vormittag und machen Abends gegen 20 Uhr nochmal ne Sitzung… also zum meditieren😊.

Für die Leser, die sich so sehr für Füße interessieren… witzige Geschichte: dieser Tausendfüssler ist mir kurz vor dem Foto über den Fuß gelaufen 🙂

An einem mit so vielen Naturhighlights gespickten Ort, wie Phi Phi Don, wollen wir uns nichts entgehen lassen und buchen zusammen mit einem spanischen Pärchen einen Tag im Privatboot zur Erkundung der Inseln. Per Zufall machen wir wettertechnisch alles richtig. 
Zur Erinnerung: der August zählt in Thailand zur Regenzeit. Haben wir bis dahin Glück gehabt und wurden von großen Regenschauern verschont, ist unser Ausflugstag einer der letzten sonnigen Tage und es regnet sich die nächsten Tage richtig ein. 

Mit einem typisch thailändischen Long-Tail-Boat (zu deutsch: Lang-Schwanz-Boot, ja die heißen wirklich so) geht es durch die schöne, einmalige und aufregende Inselwelt Phi Phi. Wir lassen an dieser Stelle die Bilder sprechen. Nur eine Erfahrung / Begegnung muss erwähnt werden: bei Schnorcheln in einem Riff vor Phi Phi begegnen wir Schwarzspitzenriffhaien… wäre das früher für Frank ein Grund gewesen, panikartig pfeilschnell das Wasser zu verlassen, sind wir beide wie gefesselt als wir die Tiere entdecken. Ein ca. 1,5m langer Hai löst sich aus der Gruppe und schwimmt neugierig zwischen uns beiden Glotzern durch… ein waaaaaahnsiniges und unvergessliches Erlebnis. So schöne und elegante Tiere. 

Hier wurde der Film mit Leo gedreht

 

F(r)isch auf den Tisch

Die nächsten 2 Tage sind komplett verregnet und wir bleiben größtenteils in unserer Hütte zum lesen, schlafen (können wir Nachts ja nicht), machen kleinere Spaziergäng in der Bucht und meditieren.

An einem dieser Tage werden wir von den netten Betreibern auf ein lokales Abendessen eingeladen. Es gibt eine Suppe und ein lokales Fischgericht mit frisch gefangenem und gegrilltem Fisch… anfangs sind wir recht skeptisch, da die Küche doch selbst für asiatischeVerhältnisse sehr improvisiert wirkt… aber nach ein paar vorsichtigen Happen und einem wirklichen Geschmackserlebnis, geht der Fisch runter wie’n dickes Kind auf der Wippe… 
wow! 


So leckeren Fisch haben wir wirklich noch nicht gegessen.
Wie immer in Asien muss man sich von den heimischen Standards ein wenig lösen. Gerade in Bezug auf Sauberkeit, Ordnung, Hygiene oder Müllentsorgung gelten hier andere Herangehensweisen und Regeln. Lässt man sich darauf ein und akzeptiert wie es ist, kann man in Asien eine tolle Zeit erleben die viele neue Erfahrungen und Erlebnisse bereit hält… wie zum Beispiel dieser sensationell zubereitete Fisch.

Nach 2 verregneten Tagen, zieht an unserem letzten Tag die Sonne wieder auf und wir nutzen den Tag für eine Wanderung über die recht bergige Insel. Auch von Land aus ist Phi Phi Don wirklich atemberaubend schön. 

Frühstück mit toller Aussicht

 

Am selben Tag bekommen wir eine e-Mail unseres Hotels in Bangkok: DIE PÄSSE MIT DEN VISA SIND ANGEKOMMEN! Wir freuen uns wie die Schneekönige… naja, oder in dem Fall wie die Sandkönige. Unser Plan ist komplett aufgegangen und wir haben die Bestätigung nach China und Russland reisen zu dürfen. Wir sind dem Traum per Transsibirischer Eisenbahn durch Russland zu reisen ein gewaltiges Stück näher gekommen.

Erster Test: Nachtzug

Unsere kleine Thailandrundreise neigt sich auch so langsam dem Ende zu. Der Weg von Phi Phi zurück nach Bangkok ist ein kleines Abenteuer, aber schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf das was noch so auf uns wartet. 

Von Phi Phi Island geht es per Fähre aufs Festland, dann per Bus zurück zur Bahnstation in Surathani und per Nachtzug nach Bangkok. Das Ganze dauert 1,5 Tage und ist sozusagen gleich der erste kleine Test wie es sich im Zug so schläft. In Bangkok bleiben wir dann noch 2 Tage und holen Franks Anzüge ab, bevor es per Bus weiter geht Richtung Kambodscha und Angkor Wat.

Es klappt alles wunderbar, die Fähren und Busse sind allesamt pünktlich und komfortabel. Lediglich der örtliche Bus in Surathani ist ein Abenteuer, da der Bus selbst älter ist als wir beide zusammen…

So erreichen wir abends die Bahnstation in Surathani und haben ein wenig Zeit für ein typisches Thai-Abendessen… und da ist es wieder: Frank fragt die Bedienung ob das Gericht scharf wäre. Sie: „A little bit… not much.“ – „Ein kleines bisschen, nicht viel.“ Am Ende heißt das: Frank stehen die Tränen in den Augen und die Schweißperlen auf der Stirn. So scharf hat er sehr sehr lange nicht gegessen. Die Kellnerin bringt ihm aus Mitleid eine extra Schale Reis 😅. 

Zu scharf für mich…

Danach geht’s direkt in den Zug. Die Zugbegleiter sind sehr nett und hilfsbereit. Alles ist sehr gut und straff organisiert und die Betten sind schon bereit als wir ankommen. Da es bereits 22 Uhr ist gehen wir auch direkt schlafen. Wir schlafen wie die Babys durch das permanente Geratter und Geschaukel. Klar, die Klimaanlage gibt wieder alles, aber wir sind vorbereitet und haben uns dicke Klamotten drüber gezogen. Es ist erstaunlich ruhig in dem Wagon mit 50 Betten und die Nacht vergeht sehr schnell. 7 Uhr morgens werden wir vom allgemeinen Trubel und Kaffeegeruch geweckt, genießen die Aussicht aus dem Fenster und schlürfen den ersten Kaffee während wir in Bangkok einfahren. Insgesamt eine tolle Erfahrung, die Transsibirische Eisenbahn kann kommen. 

Ganz bequem

 

Letzte Tage in Thailand

Die beiden Tage in Bangkok sind wenig spektakulär. Einziges Highlight: die Abholung von Franks Anzügen.

Bei den finalen Anproben fällt auf das an den Hosen und Hemden ein wenig nachgearbeitet werden muss da es noch nicht „perfekt“ sitzt. Also müssen wir am kommenden Tag, nach einer Nachtschicht des Schneiders, nochmal hin. Dann passt aber alles wirklich perfekt und die Anzüge sitzen wie eine 2. Haut.

Kleine Randgeschichte: den Abend gehen wir wieder Essen und diesmal vergisst Frank zu fragen, ob das Essen scharf ist… die Chancen stehen 50:50 und man kann sich denken was passiert: Richtig! Keine 24 Stunden ist es her und Frank schwitzt wieder wie ein Schwein und wischt sich die Tränen aus den Augen…und es sind auch diesmal leider keine Freudentränen. Tja, wer nicht lernen will muss fühlen 😜. Danach gabs als Trost nochmal lecker Hähnchenspiesse vom Strassenimbiss:

Lecker Hähnchenspieße mit Honig gegrillt 🙂

Im letzten Moment und 20 min vor dem Schließen der Filiale, stecken wir alles in einen Karton und schicken es per DHL nach Deutschland… das war knapp. Da wir am nächsten morgen um 7 Uhr in der Früh nach Kambodscha weiter reisen, hätten wir es sonst nicht mehr abschicken können. 
Den letzten Abend gehen wir früh schlafen und freuen uns nun auf ein paar aufregende Tage in Kambodscha und Angkor Wat.

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2 Kommentare

  1. Maya 15. Oktober 2017

    Ich werde hier als Fußfetischist dargestellt

    • weltreiseonline 15. Oktober 2017 — Autor der Seiten

      Na, damit hast du dich jetzt natürlich selbst geoutet

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